Apr 01

Pilze selber züchten

Tag: Allgemeinadmin @ 08:24

Begriffserklärung – Was genau sind Pilze? Pilze (lat. Fungi) zählen zu den eukaryotischen Lebensmitteln, da ihre Zellen Mitochondrien und ein Zellskelett enthalten. Neben Tieren und Pflanzen stellen sie aus biologischer Sicht ein eigenständiges Reich dar, dem Einzeller wie etwa die Backhefe, aber auch Vielzeller wie zum Beispiel Schimmelpilze und Speisepilze angehören.

Wegen ihrer sesshaften Lebensweise wurden Pilze für lange Zeit als Pflanzen eingestuft. Heute werden sie aufgrund ihrer physiologischen und genetischen Eigenschaften enger dem Reich der Tiere als den Pflanzen zugeordnet. Sie sind heterotroph und ernähren sich ähnlich wie Tiere von den organischen Nährstoffen ihrer Umgebung Eine weitere Gemeinsamkeit der Pilze mit den Tieren besteht in ihrer Verwendung von glykogen für die Speicherung von Kohlehydraten. Pflanzen verwenden dafür Stärke. Grob lassen sich Pilze in zwei verschiedene Erscheinungsformen klassifizieren. Sie können als Einzeller, zum Beispiel Hefen oder in Form von Hyphen- oder als Myzelpilze auftreten.

Giftpilze und Pilze als Nahrungsmittel

Der Wissenschaft sind heutzutage mehrere tausende Pilzarten bekannt. Etwa 180 von ihnen können beim Menschen unterschiedliche Pilzkrankheiten auslösen. Der überwiegende Teil der existierenden Pilzarten ist für den Menschen demnach von Nutzen. Pilze können als Speisepilz verzehrt werden oder dienen der Herstellung von Alkohol, Zitronensäure oder auch Vitamin C. Viele Pilzarten können vom Menschen angebaut und gezüchtet werden.

Zahlreiche Pilzsorten sind bei Menschen als Nahrungsmittel beliebt. Unter ihnen sind nicht kultivierbare Arten wie der Steinpilz und der Pfifferling aber auch vom Menschen kultivierte Arten wie Champignons, Shiitake oder Austernpilze. Nicht kultivierbare Arten wachsen in der Wildniss und können vom Menschen gesammelt werden. Beim Sammeln im Wald sollte auf Giftpilze geachtet werden, da diese beim Menschen eine Pilzvergiftung bewirken können. Des weiteren sollte bei der Zubereitung von Pilzen darauf geachtet werden, dass Pilze Schwermittalle anreichern, die für Menschen ebenfalls giftig sind. Diese und andere Giftstoffe werden erst durch erhitzen abgetötet, weshalb Pilze vor dem Verzehr gekocht oder gebraten werden sollten. Einige Pilzarten spielen bei der Herstellung von Alkohol und Milchprodukten wie Quark oder Käse eine wichtige Rolle. Spezielle Hefpilze werden ebenfalls zum Backen verwendet.

Ein im deutschen Sprachraum besonders beliebter Speisepilz ist der Maronenröhrling. Im Volksmund bezeichnet man diese, in ganz Mitteleuropa verbreiteten Speisepilze auch als Maronen oder Braunkappen. Der Maronenröhrling gilt als einer der schmackhaftesten Pilze und ist für fast jede Zubereitungsart geeignet. Auch 20 Jahre nach dem Unfall des Kernkraftwerks Tschernobyl liegt die Beslastung des Maronenröhrlings mit radioaktivem Caesium-137 gebietsweise über dem zulässigen Wert. Durch das Entfernen der Huthaut von den Pilzen kann die radioaktive Belastung jedoch weitestgehend verringert werden.

Eigener Anbau von Speisepilzen

Wer Pilze nicht nur im Wald sammeln will oder vor giftigen Exemplaren zu große Angst hat, der kann sich im häuslichen Anbau von beispielsweise Champignons versuchen. Wichtige Tipps und Anleitungen zur Pilzzüchtung gibt es im örtlichen Blumen- und Pflanzenmarkt. Das World Wide Web ist ebenfalls eine Fundgrube für Pilzfreunde. So finden sich zum Beispiel auf der Seite www.pflanzen-pflege-tipps.de zahlreiche nützliche Hinweise für Pilzliebhaber.

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